Jahrbuch Aserbaidschanforschung 2008 erschienen
Jahrbuch Aserbaidschanforschung. Beiträge aus Politik, Wirtschaft, Geschichte und Literatur
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AL –KAIDA IN ASERBAIDSCHAN?
Totale Jagd auf Wahhabiten
In den letzten drei Wochen geschahen in Aserbaidschan wahrhaftig dramatische und fast sensationelle Ereignisse. Jeden Tag führten Spezialeinheiten des Geheimdienstes Razzien, Verhaftungs- und Vernichtungsoperationen gegen sogenannte Wahhabiten, also radikale Islamisten durch.
Am 27. Oktober 2007 gab das Ministerium für nationale Sicherheit bekannt, dass es den Geheimdienstlern gelungen sei, die von Wahhabisten geplanten Terroranschläge gegen höchste staatliche Behörden/Ämter und einige ausländische Botschaften und Vertretungen großer Konzern zu verhindern. Dabei ging es vor allem um die Botschaften der USA und Großbritanniens sowie Konzerne wie Statoil, BP u a.. – Offensichtlich war die Gefahr von letzteren ernst genommen worden, da die Botschaften ein paar Tage geschlossen blieben und die Gefahr von Terroranschlägen seitens offizielles Vertreter der amerikanischen Regierung bestätigt wurde: Es seien Terroraktionen in der Botschaft und Umgebung geplant gewesen. Die Sicherheitsorgane Aserbaidschan wurden in äußerste Alarmbereitschaft versetzt und fast täglich wurde von „ Schlachtszenen mit Wahhabiten“ berichtet.
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Präsidentschaftswahlen in Armenien:
Bleibt das herrschende autoritäre Regime im Land?
(Zweiter Artikel)
Offizielle Wahlergebnisse und Proteste der Opposition
Die offizielle Wahlergebnisse bei den Präsidentschaftswahlen am 10. Februar in Armenien wurden wie von den meisten Beobachtern erwartet, zugunsten der Kandidatur des herrschenden Regimes, mehrheitlich für Serje Sarkisjan, den heutigen Minister-Präsidenten der Republik entschieden: nach Angaben der Zentralen Wahlkommission habe dieser mit 52,82% der Wählerstimmen die Wahlen gewonnen.
Der Herausforderer und Hauptrivale der derzeitigen Machtinhaber, der frühere Präsident Lewon Ter-Petrosjan, habe 21,5% und der zweite populäre Kandidat der Opposition, Artur Bagdasarjan, habe 17,7% der Stimmen erhalten. Das drittgrößte Ergebnis erreichte Vaan Ohanesjan mit 6,2%.
Die anderen 6 Kandidaten haben zusammen weniger als 2 Prozent der Stimmen erhalten.
Dass das Tandem von Kocarjan-Sarkisjan um jeden Preis an der Macht zu bleiben versucht und dafür alle mögliche Wahlmanipulationen und Verfälschungen begehen würde, daran zweifelte auch fast niemand.
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Präsidentschaftswahlen in Armenien:
Bleibt das herrschende Regime im Land?
An der bejahenden Antwort auf die oben gestellte Frage hat bis vor kurzem niemand gezwiefelt.
Das autoritäre Regime unter dem jetzigen Präsidenten Robert Kotscharjan zeigte sich bisher als ausreichend stark und der Widerstand gegen ihn blieb in der Gesellschaft relativ schwach. Besonders nachdem im Mai vergangenen Jahres die Regierungspartei (Republikanische Partei Armeniens) die Parlamentswahlen mit einer beeindruckenden Mehrheit gewann, zweifelte fast niemand, dass ein Sieg ihres Kandidaten bei den für den 19. Februar festgesetzten Präsidentschaftswahlen schwierig werden könnte. Auf jeden Fall rechnete niemand damit, dass das herrschenden Regime und sein Kandidat für das Präsidentenamt auf seinem Weg auf besonders starke Gegner treffen würde.
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(Zu den georgischen Ereignissen 2. – 7. November 2007)
Was war das:
Der Triumph des Autoritarismus
oder Blamage und Diskreditierung der Demokratie?
Zweifellos ist alles, was in Georgien während der letzten Ausschreitungen passierte, eine große Blamage für die derzeitige Regierung und eine Diskreditierung der Demokratie. Eine starke Regierung hätte mit den Protest – Demonstrationen anders umgehen können und eine überzeugende Demokratie sollte sich auf eine andere Art und Weise verhalten.
Die Enttäuschung, ja sogar die Verbitterung unter der Bevölkerung über das Verhalten der Saakashvili – Regierung in diesen Tagen ist tatsächlich enorm groß. Dabei geht es nicht allein um die demokratischen Perspektiven in Georgien, es handelt sich vielmehr um die Hoffnungen auf die Demokratisierung in einer ganzen Reihe der neuen Staaten. Viele betrachteten Georgien nach der Rosen – Revolution 2003 als ein Vorbild. Nicht nur in den anderen kaukasischen, sondern fast in allen GUS-Ländern sah das demokratische Lager Saakashvilis Georgien als Hoffnungsträger. Insofern scheinen die jüngsten Ereignisse dieses Bild zerstört zu haben, verschlechtern sich die Chancen auch für andere Demokraten.
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Fremde unter Eigenen?
Identitätsfindung von Süd-Aserbaidschanern in der Sowjetrepublik Aserbaidschan im Lichte Ihrer Lebenserinnerungen“
Um die Zeit der Vereinigung von BRD und DDR zur jetzigen Bundesrepublik Deutschland wurde mit besonderem Nachdruck auf die Existenz von weiteren “geteilten Völkern und Territorien” verwiesen; zu diesen gehören auch Aserbaidschan und die Aserbaidschaner.
Das vorliegende Forschungsprojekt untersuchte das Problem der Selbstidentifikation iranischer (Süd-) Aserbaidschaner im politischen Exil in der Sowjetunion und speziell im sowjetischen (Nord-) Aserbaidschan. Dabei handelte es sich um Politemigranten-Kommunisten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Wellen emigrierten und somit zwei Generationen bildeten: die erste kam in den 40er, die zweite in den 80er Jahren des 20. Jh.s.
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„Der Untergang des Kommunismus“: ein Briefroman von Helga Kurzchalia
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