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“Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus”

“Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus”

ein Briefroman von Helga Kurzchalia (Lichtig Verlag, Berlin 2010)

Nachwort: Lasha Bakradze, Publizist (Staatliches Leonidse Literaturmuseum Tbilissi)

Helga Kurzchalia ist Psychologin und Autorin und lebt in Berlin. 2010 ist ihr Briefroman „Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus“ im Berliner Lichtig Verlag erschienen. Der Roman besteht aus der Korrespondenz einer georgischen und einer (zuerst DDR- dann gesamt)deutschen Familie zwischen 1984 und 1996. Auf der einen Seite – Georgien, das in den neunziger Jahren, nach dem Zerfall der Sowjetunion, eine sehr turbulente, ereignisreiche Zeit erlebte. Nach den „ruhigen“ Verhältnisse der späten Breshnew-Ära , der Beginn von Glasnost und Perestroika, dann der Zusammenbruch der Sowjetunion und schließlich die Unabhängigkeit Georgien mit seinen drastischen sozialen, wirtschaftlichen und biographischen Folgen.

Auf der anderen Seite – der Mauerfall, der Zerfall des ostdeutschen Systems, die Wende und deutsche Wiedervereinigung. Die meisten Briefe werden aus der Perspektive von Lamara, einer georgischen Intellektuellen, erzählt: “Mit Lamara gelingt der Autorin Helga Kurzchalia eine außergewöhnlich starke Protagonistin, die in einer Mischung aus Humor, Fatalismus und Lebensbejahung gegen die wachsende innere und äußere Entfernung zwischen sich und den Verwandten in Deutschland anschreibt. Ein Kunstgriff, der dem deutschen Leser nicht nur erlaubt. Eine georgische Sicht kennenzulernen, sondern auch Deutschland “mit fremden Augen” zu betrachten.” (György Dalos) Im Jahr 2007 hat Helga Kurzchalia zusammen mit der Grafikdesignerin Ulrike Brückner “HIER” veröffentlicht, das 2007 im Kunstbuchverlag Veenman Publishers (Rotterdam) erschienen und mit dem Red Dot Award ausgezeichnet worden ist.

2000 erschien ihr Roman „Im Halbschlaf“ (Rotbuch Verlag, Hamburg) Pressestimmen: Dieses Buch könnte auch Mutter Courage heißen. Ein Briefroman, in dem Briefe zwischen Georgien und Deutschland, zwischen Mutter und Sohn, Schwiegertochter, Enkeln und Freunden gewechselt werden. Hauptsächlich aber wird der Briefwechsel von Lamara bestritten, deren Sohn, ein Wissenschaftler, nach Deutschland geheiratet hat, genauer gesagt in die DDR , die damals noch bestand, genau wie die Sowjetunion; aber am Ende bestehen sie beide nicht mehr, denn in der Zeit dazwischen, von 1984 bis 1996, haben sich welthistorische Ereignisse abgespielt. (SR 2, Barbara Honigmann) Wenn eine hervorragende Charakteristik von Helga Kurzchalias Roman die enge Verknüpfung des Privaten mit dem Historischen ist, dann besteht die andere in der Person der Korrespondentin auf Tbilissi … Dabei verfügen Lamaras Kommentare zu den um die Familie herumtobenden Elementen der „Weltgeschichte“ über einen eigenen stilistischen Wert (www.georgien-aktuell.de, György Dalos) Der Roman handelt in der Tat vom Untergang des Kommunismus. Selten ist der treffender geschildert worden. Die LeserInnen spüren seine quälende Agonie in den ersten beschriebenen Jahre und folgen in den darauffolgenden dem Strudel der Ereignisse. (AVIVA, Anetta Kahane)

 

 

26. Juli 2011 | Artikel, Kaukasus, Neuerscheinungen, Publikationen | Bookmark |
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